Ankern

Im Jahr 2020 ankerten wir unheimlich viel. Die Jahre zuvor lagen wir meist über Nacht in Marinas oder auch sehr gerne in den Gemeindehäfen. In 2020 war jedoch doch alles ein wenig anders. Da wir natürlich unter dem Vorzeichen von COVID-19 auch lieber auf Abstand sind und wir unheimlich Glück mit dem Wetter hatten, haben wir für uns das Ankern wieder neu entdeckt. Mit unserem Ankergeschirr, bestehend aus einem 15 kg schweren Rocna-Anker und einer 8 mm Kette liegt das Schiff wie einbetoniert 😉 am Ankerplatz – auch bei sehr viel Wind! Ich bin froh, dass ich vor einigen Jahren den Pflugscharanker gegen den Rocna ausgetauscht habe.

Es ist auch kein Problem, wenn ein größeres Schiff am Ankerplatz mal längsseits geht. 

Ein Foto unseres Rocnas wird noch folgen.

Sprayhood mit Sonnendach

Es war eine Frage der Zeit, bis sich das Verdeck in Luft auflösen wird. Die Nähte waren dermaßen porös und brüchig. Auch die Kunststofffenster zeigten Risse. Das alter Verdeck hat mal mindestens 12 Jahre Wind und Wetter getrotzt. Es wird Zeit dies auszutauschen. Wir sind froh, dass uns der Segelmacher Jan Schokker in Volendam kurzfristig eingeschoben hat und das neue Verdeck vermessen hat. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Jan Schokker.

Einige Wochen später bekommen wir dann unser fertiges Verdeck aufgezogen. Anstelle der Kuchenbude können wir nun ein verlängertes Sonnendach einzippen:

Dazu haben haben wir noch zwei Reißverschlüssen machen lassen, die uns nicht nur vor Sonne schützen, sondern auch vor Regen:

Wenn es richtig ungemütlich wird, dann können wir auch unsere alte Kuchenbude, die das Cockpit komplett einschließt, an die neue Sprayhood anzippen. Dazu hat die alte Kuchenbude neue Reißverschlüsse bekommen.

Lelystad (NL) – Helgoland – Hörnum (Sylt)

Nun komme ich doch noch zu meinem kleinen Nordseeerlebnis im Coronajahr. Im August machen Jörg von der “4 Grobis” und ich uns auf dem Weg nach Hörnum. Anfänglich ist es richtig pustig, doch das Wetter ändert sich im Laufe der nächsten Tage in fast karibische Verhältnisse. Danke Jörg, für die schöne Zeit!

 

Manöverschluck und Anlegerbier

Auch bei uns gibt es einen “Manöverschluck”. Doch, was ist denn nun wieder ein “Manöverschluck”? Mit einem “Manöverschluck” wird ein gelungenes “Manöver” begossen. Strenggenommen, ist beispielsweise jede Kursänderung ein Manöver, das gefeiert werden kann. Wir machen das natürlich nicht, da an Seetagen – das heißt, wenn wir mit der “Liberty” unterwegs sind – bei uns Alkoholverbot an Bord herrscht. Unser “Manöverschluck” beschränkt sich eher auf ein oder manchmal zwei 🙂 Gläschen Rum oder eine Dose Bier, die wir nach einem gelungenen Anlegemanöver stellvertretend als “Manöverschluck” im Hafen genießen.

Das Beitragsbild wurde aufgenommen von Jörg Grabenschröer.

Planung für 2020

Für das Jahr 2020 planen wir was ganz besonderes. Eine Ostseerunde ist geplant und wir wollen Stefan’s Schwester in Wismar besuchen. Von Volendam soll zunächst nach Makkum gehen. Von da aus dann über die Schleuse Kornwerderzand in die Waddenzee bis Vlieland. Der nächste Schlag führt uns dann nach Helgoland. Von da aus geht es zunächst die deutsche und dann die dänische Küste in Richtung Norden. Skagen wollen wir auslassen, dafür soll es dann durch den Limfjord in die Ostsee gehen. Unser Ziel bzw. unsere “Wendemarke” soll Wismar sein. Von dort aus geht es dann Richtung Kiel in den Nord-Ostsee-Kanal, der uns dann hoffentlich in Brunsbüttel in die Elbe entlassen wird. Von da aus soll es dann wieder in Richtung Niederlande und Heimathafen Volendam gehen. So mal unser Plan. Wir wollen das in Etappen machen, sodass wir im März starten können und spätestens Ende September wieder zurück sind. 

Nachtrag Ende März 2020: Aufgrund der derzeitigen Situation mit COVID-19 werden wird die geplante Reise auf unbestimmte Zeit verschieben. Wir denken nicht, dass wir in 2020 die geplante Reise antreten können. Die Hauptsache ist, dass wir alle gesund durch die Krise kommen. Also bleibt gesund!  

Das Schlauchi

Unser neues Beiboot. Das Schlauchboot haben wir gegen unser Bananaboot ausgetauscht. Vorher hatten wir ein Bananaboot, dass wir bequem und platzsparend an der Seereling fahren konnten. Es hat sich allerdings für uns als etwas unpraktisch erwiesen. Es war mir einfach zu  unhandlich an Deck aufzubauen. Das Schlauchboot, fast doppelt so schwer als das Bananaboot lässt sich ein Schlauchboot hingegen an Deck gut aufpumpen. Allerdings, wohin damit im aufgepumpten Zustand? Immerhin haben wir nur ein kleines 32fuss-Schiff.

Diese Variante ist nicht wirklich praktisch:

So ist es doch besser. Zwar weniger Platz auf dem Vorschiff, aber beim Segeln angenehmer:

 

Ordnung ist das halbe Leben

Da steht man morgens auf und guckt mit noch verschlafenen Augen aus seiner Luke auf das gegenüberliegende Nachbarschiff und stellt fest, dass auf dem eigenen Schiff auch mal aufgeräumt werden muss. 

Unfassbar, was sich so in kurzer Zeit alles so von Geisterhand ansammelt:

Die Schuh- und Brillensammlung des Skippers zum Beispiel ist schon bemerkenswert.

Des Skippers neues Ölzeug

Stefan leistet sich endlich mal neues und atmungsaktives Ölzeug. Während Katja schon vor einigen Jahren sich mit Ölzeug der Firma Parasail eingedeckt hat und damit auch sehr zufrieden ist, entscheidet sich Stefan für einen leichten Offshore-Anzug von Marinepool. Das Modell tragt den Namen Ramsgate. Ob sich Stefan davon hat beeinflussen lassen, weil er anderthalb Jahre zuvor in Ramsgate war, ist nicht mehr feststellbar … ha ha ha … mal gucken, ob der Anzug das hält, was er verspricht.

Nachtrag: im Oktober 2020. In der Tat, der Anzug gefällt Stefan recht gut. Der Anzug ist sehr leicht und trotzdem robust, man sich sehr gut da drin bewegen, sich perfekt mit unterschiedlichen Schichten (Zwiebelprinzip) den Witterungsbedingungen anpassen. Aus Stefans Sicht ist dies ein flexibler Anzug, der zu seinem Anwendungsbereich sehr gut passt.

… und wenn die Crew mal ein Nickerchen macht, dann kann diese mit der Jacke zugedeckt werden …

… und wie man sehen kann, fühlt sich Stefan rundum wohl 🙂 !

Kontrollgang im Winter

In diesem Jahr überwintert die “Liberty” im Wasser. Wir haben Sie Ende letzten Jahres komplett leergeräumt, Luftentfeuchter in jeder Kabine aufgestellt und sie dann für die nächsten Wochen gut vertäut an ihrem Liegeplatz ihrem Schicksal überlassen. Ende Januar ist es dann mal an der Zeit, nach dem Rechten zu sehen. Also springe ich in Auto und düse mal eben nach Noord-Holland. Es liegt sogar etwas Schnee auf unserem Teakdeck. Soweit ich es erkennen kann liegt die “Liberty” sicher. Da es in den nächsten Wochen noch einmal richtig kalt werden soll, schließe ich die “Liberty” an den Landanschluss an, um die Batterien zu laden. Die Packs der Luftentfeuchter werden ausgetauscht und schon geht es wieder heimwärts.

Planung 2019

Wie fängt man das Neue Jahr an? Richtig 🙂 ,  mit Planung der kommenden Segelsaison! Jörg und Stefan stimmen rechtzeitig ihren traditionellen Nordseetörn ab. Ziel: Portsmouth bzw. der Solent. Man kann noch so viel euphorisch planen, aber das Wetter wollte nicht so recht mit uns sein. So sind wir am Ende (tolles Wortspiel) in Oostende/Belgien eingeweht. Macht aber nüscht. Es war trotzdem mal wieder ein toller Törn.