Zurück in Lelystad – August 2015

Ja ja ja … Hannah! Papa weiß das doch. Dies muss er unbedingt machen. Mama und ich wollen doch nicht, dass Du uns von Bord kullerst. Stell’ Dich aber schon einmal darauf ein, dass Du nächstes Jahr IMMER schön eine Rettungsweste tragen wirst; auch auf den Stegen! Jetzt lassen wir uns zuvor aber noch eine Dieselheizung einbauen, damit wir es alle schön warm an den kommenden Segeltagen haben. So können wir auch noch im Herbst segeln und gemeinsam an Bord der Liberty übernachten. Morgen verlegen wir die Liberty zum Yachtausrüster, der uns die Heizung einbauen wird. Nächste Woche dürfen wir sie dann auch schon wieder abholen … wir sind gespannt, ob das klappt 😉 !

Hannah als Navigator

Von Hoorn nach Volendam sind es eigentlich keine 10 Seemeilen und bei entsprechendem Wind könnte man diese Distanz auch gut in 2 Stunden schaffen … wenn dieses kleine Wörtchen “wenn” eben nicht wäre. Aber: es sind ja eben nur etwas mehr als 9 Seemeilen (nm) und was kann uns da schon der Wind gegenan anhaben … so wird eben gekreuzt und ein wenig mehr gesegelt. Der Wind – später schon recht kräftig, so 7 Bft und aus Süd-West, lässt nun aus den 9 nm knapp 18 nm werden. Hannah sitzt gemütlich und äußerst windgeschützt in ihrem MaxiCosi festgezurrt vor dem Niedergang. Am Ende stellt sich auch noch sehr starker Regen ein. Hannah bekommt über den MaxiCosi noch die Regenhaube drüber gestülpt und verschläft doch tatsächlich unser schönes Anlegemanöver im strömenden Regen an der “PacificBlue” (eine Breehorn 44). Katja und ich sind klatschnass 🙂 und wir haben uns einmal mehr viel zu viel Sorgen gemacht, wie die Kleine das wegstecken wird. Am Abend erklärt mir Hannah mit gebrabbel noch, wie wir am nächsten Tag segeln müssen 🙂 …

Seezig geht längsseits

Reiner und Uwe haben sich ganz spontan mit der Seezig angekündigt. Also bleiben wir sehr gerne eine Nacht länger in Enkhuizen und nehmen die Beiden am frühen Nachmittag in Empfang. Kaum festgemacht, verholen wir uns ins Pfannenkuchenhaus. Später kochen wir gemeinsam auf der Liberty und verbringen einen sehr gemütlichen Abend. Nach dem Frühstück verabschieden sich Reiner und Uwe wieder und wir verbringen den Nachmittag in dem sehr empfehlenswerten Freilichtmuseum in Enkhuizen.

Waschtag in Enkhuizen

In Enkhuizen gibt es leider im Sanitärgebäude des Buitenhaven nicht den Luxus einer Babybadewanne, geschweige denn ein Wickelraum, so, wie wir das von “Lelystadt Haven” her kennen. Der Yachtausrüster vis-a-vis ist so nett und leiht uns eine Wanne, denn Hannah müffelt gerade ein wenig und das Baden an Oberdeck ist eine äußerst große Belustigung für die vorbeigehenden Passanten und natürlich auch für die Großeltern, die inzwischen eingetroffen sind. Am nächsten Tag gehen wir eine Mehrzweckwanne einkaufen, um einerseits die geliehene Wanne zurück zu bringen und andererseits Hannah für den nachfolgenden Besuch chique zu machen. Außerdem hat sie mächtig Spass am Baden an Bord … diesmal aber unter Deck 🙂 !

Leinen los!

Gleich nach dem Frühstück können wir los. Die Sonne scheint und wir haben einen gemütlichen 3er Wind. Wir nehmen einmal mehr Kurs auf Hoorn. Am nächsten Tag geht es dann auch schon weiter in Richtung Enkhuizen. Da wollen uns die Großeltern besuchen und sich mal die Liberty anschauen. Unser mitgeschlepptes Equipment zeigt, dass wir kein Regattaschiff sind, sondern eher ein Wohnwagen auf dem Wasser … uns gefällt das sehr 🙂 !!!

Yummy, gleich wird was gefuttert

Heute hat es noch den ganzen Vormittag geregnet und endlich guckt auch mal die Sonne durch. Morgen können wir dann los. Die Kuchenbude kann noch trocknen und wird aber am Abend schon verstaut. Hannah’s Sachen trocknen nun unter Deck und am Abend machen wir es uns gemütlich. Das nächste Problemchen stellt sich ein: Wir haben nur noch einen Rest Weißwein zum Fisch. Nun muß der geöffnete Rotwein daran glauben. Katja tendiert zum Bier und Hannah sagt: “Igitt, ich nehm’ da lieber mein Fläschchen und vorm Schlafen wird noch ‘ne Runde gespielt ;-)” .

Regen, Regen, nichts als Regen

Menno, wir kommen nicht los. Es regnet schon seit zwei Tagen. Was macht man bloß mit einem Baby an Bord? Kein Problem! :-)Wir stellen fest, dass wir ja wettertechnisch – wie bei Seglern eigentlich üblich – sehr gut ausgerüstet sind. So entschließen wir uns, den Regen in Lelystad “abzuwettern”. Also gehen wir in das nahegelegene Outlet spazieren, richten hier und da noch was am Schiff und montieren den von Freunden zur Hochzeit geschenkten Krängungsmesser … ja, so kann man sich die Zeit auch vertreiben. Und Hannah? Ihr macht das alles überhaupt nichts aus und hat viel Spaß mit uns … wie man hier sehen kann!

2 Wochen im August 2015

Unser Jahresurlaub naht und den wollen wir natürlich auf unserem Boot verbringen. Diesmal gehen wir gleich für 2 Wochen auf die Liberty. Obwohl wir uns zwischenzeitlich – häuslich sehr gut eingerichtet und – das Schiff soweit es geht kindgerecht hergerichtet sowie – in der Zwischenzeit einige Wochenendtörns gemacht haben, staunen wir nicht schlecht, was wir für Krimskrams auf die Liberty schleppen und sind hoch erfreut, dass wir schließlich doch alles ordentlich gestaut bekommen.

Katja, Stefan und Hannah – der 1. Törn im Mai 2015

Nachdem wir uns auf der Liberty eingerichtet haben, fackeln wir auch nicht lange und nehmen Kurs auf Hoorn. Da wir noch keine Heizung an Bord haben, hoffen wir auf einen guten Liegeplatz und Stromanschluss. Die Nächte sind noch sehr kühl – ca. 8° Celsius. In Hoorn angekommen, finden wir im Stadthafen einen superschönen Liegeplatz an der Pier und wie gewünscht auch noch mit Strom; so kann der Heizlüfter nachts schön brummen. Nicht viel los hier, aber, es ist ja auch noch sehr früh in der Saison. Hannah hat die knappen 15 nm sehr gut gemacht. Das Wetter spielt mit und wir können uns als Familie gemeinsam wunderbar mit der Liberty anfreunden.

Überführungstörn mit Uwe von Workum nach Lelystad

Im April ist es soweit und Uwe hat sich bereit erklärt, mich (die Capitana passt derweilen auf die kleine Hannah auf) bei der Überführung nach Lelystad zu unterstützen. Bei 6 Bft, Regen und Kurs gegenan, geht es Richtung Enkhuizen. Dort treffen wir Carsten und Jürgen und feiern auch gleich unsere Jungfernfahrt. Am nächsten Tag rauschen wir nach Lelystad. Danke an Uwe, dass Du mich unterstützt hast.